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Digitale Souveränität: Warum Ihre Videodaten nicht in die USA gehören

· 3 min read
Streamdiver Team
Streamdiver

Wenn Unternehmen und Behörden ihre Videoinhalte in der Cloud speichern, denken sie selten darüber nach, welchen Gesetzen diese Daten unterliegen. Dabei ist genau das eine der wichtigsten Fragen der digitalen Transformation: Wer hat Zugriff auf Ihre Daten – und unter welchen Bedingungen?

Der Konflikt

Die DSGVO verlangt den Schutz personenbezogener Daten. Der US Cloud Act unterläuft genau diesen Schutz.

Das Problem: US Cloud Act und europäische Daten

Der US Cloud Act von 2018 verpflichtet amerikanische Unternehmen, auf Anfrage von US-Behörden Daten herauszugeben – unabhängig davon, wo diese physisch gespeichert sind.

Das bedeutet: Auch wenn Ihr Videomaterial auf einem Server in Frankfurt liegt, kann ein US-Anbieter gezwungen werden, diese Daten an amerikanische Behörden zu übermitteln.

Für europäische Organisationen entsteht damit ein fundamentaler Konflikt zwischen DSGVO und Cloud Act.


Warum Video besonders sensibel ist

Video ist keine gewöhnliche Datei

Videoinhalte enthalten Informationen, die weit über den sichtbaren Inhalt hinausgehen.

KategorieBeispiele
Biometrische DatenGesichter, Stimmen, Bewegungsmuster
Kontextuelle DatenWer sagt was, wann und in welchem Zusammenhang
OrganisationswissenInterne Meetings, Schulungen, strategische Diskussionen

Eine Ratssitzung, ein CEO-Statement oder ein internes Training – all das sind Inhalte, die nicht in die Hände Dritter gehören sollten.


Die Lösung: Europäische Infrastruktur von Anfang an

Digitale Souveränität bedeutet nicht, auf moderne Technologie zu verzichten. Es bedeutet, diese Technologie so zu gestalten, dass Sie die Kontrolle behalten.

Die drei Säulen digitaler Souveränität

🇪🇺 Europäische Rechenzentren

Daten bleiben physisch in der EU, unterliegen ausschließlich europäischem Recht

🔒 Keine US-Abhängigkeiten

Keine Unternehmensstrukturen, die dem Cloud Act unterliegen

🤖 Selbst gehostete KI

Auch die Verarbeitung – Transkription, Analyse, Zusammenfassungen – erfolgt ohne Datenabfluss an Dritte


Was das für Ihre Organisation bedeutet

Die Entscheidung für einen Videoplattform-Anbieter ist keine rein technische Frage. Sie ist eine strategische Entscheidung über Ihre digitale Unabhängigkeit.

Fragen, die Sie stellen sollten:

FrageWarum sie wichtig ist
Wo werden meine Daten physisch gespeichert?Bestimmt die geltende Jurisdiktion
Welcher Jurisdiktion unterliegt mein Anbieter?Cloud Act-Risiko bei US-Konzernen
Werden KI-Dienste von Drittanbietern genutzt?Versteckte Datenabflüsse möglich
Die entscheidende Erkenntnis

Die Antworten auf diese Fragen entscheiden darüber, ob Ihre digitale Transformation auf einem souveränen Fundament steht – oder auf Sand gebaut ist.


Bei Streamdiver ist digitale Souveränität kein Marketing-Claim, sondern Architekturprinzip. Alle Daten werden in ISO 27001 zertifizierten Rechenzentren in Österreich und Deutschland verarbeitet. Mehr erfahren →